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Erfolge bei der Behandlung der Parkinson'schen Krankheit in der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg

Wunder nicht ausgeschlossen

Presseinformation 21.09.2001

„Ich hörte das Brummen des Bohrers, das Durchstoßen und das Sägen“ – klingt wie ein Werkstättenbesuch - tatsächlich wurde Herta E. das wohl wertvollste Geschenk überhaupt gemacht: Ein neues Leben. Frau E. litt an Parkinson, dank der Operation in der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg ist die einstmals schwerkranke Frau heute nahezu beschwerdefrei. Auch Dietmar H. litt an Parkinson. Die Krankheitsgeschichte zweier Betroffener.„Zu Beginn konnte ich meinen linken Arm und meinen Ringfinger nicht mehr bewegen“, erzählt Herta E., die 1988 an Parkinson erkrankte. Im Laufe der Zeit verschlimmerte sich die Krankheit zunehmend – im Juni 1997 waren ihr nur mehr kurze Spaziergänge möglich. Drei Jahre später wurde das alleine Wohnen unmöglich – Frau E. musste ins Pflegeheim. Im Juni 2001 unterzog sich Herta E. in der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg einer Operation bei der Elektrosonden in das Gehirn eingebracht wurden, die Teile des Gehirns mittels Strom hemmen oder stimulieren: „Ich konnte während der Operation jedes Wort hören, ich musste ja mitarbeiten. Irgendjemand war die ganze Zeit über bei mir, hielt meine Hand und erklärte mir genau was gerade passiert.“ Seit dem Eingriff benötigt Herta E. lediglich eine niedrige Medikamentendosis.

Dietmar H. erfuhr von seiner Krankheit 1968: Diagnose: Morbus Parkinson. Bereits mit 33 Jahren verschlechterte sich sein Zustand – Bettlägrigkeit und Inanspruchnahme von Pflege waren die Folgen. „Ich musste so unglaublich viele Medikamente einnehmen, gar nicht zu sprechen von den unzähligen Nebenwirkungen,“ erzählt Dietmar H. Bereits im Alter von 46 Jahren ging er in Frühpension und verbrachte achteinhalb Jahre im Pflegeheim. 1999 erfolgte nach ausführlichen Voruntersuchungen die Operation, wobei ebenfalls Tiefenhirn-Stimulationssonden eingebracht und die dazugehörigen Schrittmacher im Brustbereich eingepflanzt wurden. „Der Eingriff dauerte 14 Stunden, ich war die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein“, erzählt Dietmar H.

„Mittels eines Handprogrammiergerätes kann ich meine Tätigkeiten selbst regulieren: wenn ich weitere Strecken spazieren gehen möchte, schalte ich meine Sprechfähigkeit zurück – wenn ich mich länger unterhalten möchte, schalte ich die Beweglichkeit zurück“, erzählt Dietmar H. Die Operation verlief erfolgreich – Herr H. kann mittlerweile gemeinsam mit seiner Frau ein normales Leben führen.

„Beide haben eine gut erhaltene Intelligenz und Persönlichkeitsstruktur mit ganz konkreten Wünschen und Erwartungen an das Alltagsleben, die durch die körperliche Behinderung kaum mehr realisierbar waren“, sind sich OA Dr. Schnizer und OA Dr. Narovec einig. Dietmar H. und Herta E. wurde durch die erfolgreiche Operation eine völlig neue Lebensqualität zurückgegeben – ein Leben, das beide jahrzehntelang nicht führen konnten.

Chirurgische Therapie durch Tiefenhirn-Stimulation bei der Parkinson‘schen Krankheit

Die Operation
Entwicklung in der chirurgischen Therapie bei Parkinson-Erkrankungen
Die Ursache
Die Behandlung im Wagner-Jauregg
Parkinson - Symptome und Verbreitung

Video: Implantation der Hirnstimulationssonde 

  • Neurologische Testung
  • Bildaquisation im CT
  • Berechnung der Sondenplazierung
  • Implantation der Sonde
  • Feinplatzierung durch PC
  • Stimulation
  • Kein Tremor mehr
  • Zielkontrolle mit Röntgen
  • Implantation des Impulsgenerators

Videoausschnitt: Berechnung der Sondenplatzierung Videoausschnitt: Implantation der Sonde
Videoausschnitt: Stimulation Videoausschnitt: Implantation des Impulsgenerators

Wurde veröffentlicht in folgenden Zeitungen


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