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Neurologische Ambulanz


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Neurologische Ambulanz

Terminambulanz: täglich 7.30 Uhr - 15.30 Uhr - Bitte nur nach telefonischer Vereinbarung!

Oberarzt/Oberärztin
OÄ Dr. Sabine Groicher

Ambulanzleitung Pflege
DGKS Romana Leibezeder

Ärztliche Zuweisung und Terminvereinbarung sind erforderlich!

Anmeldung für Ambulanz
Tel. 050 554/62-25735

Anmeldung für apparative Untersuchungen
(EEG, EMG, EP, Neurosono, Bewegungslabor, autonomes Labor)
Tel. 050 554/62-25735

Befundanforderung
Tel. 050 554/62-25730
Fax 050 554/62-25734

24-stündige(r) Aufnahmearzt/-ärztin: Tel. 050 554/62-25890

Foto - NL-Ambulanz

Spezialambulanzen


Bewegungsstörungsambulanz

Verantwortliche Oberärztin: Dr. Iuliana Rotaru

Die Spezialambulanz für Bewegungsstörungen betreut Patienten mit Parkinson'scher Erkrankung aber auch Patienten mit so genannten atypischen Parkinson-Syndromen. Darüber hinaus werden auch Patienten mit allen Tremorformen, Dystonie , Tic Störungen, Chorea, Spastik etc. betreut. Die Parkinson-Ambulanz der Klinik für Neurologie ist ausgewiesen in der Früh- und Differentialdiagnostik von Parkinson-Syndromen, begleitet Patienten auch langfristig und steht als Ansprechpartner bei schwierigen Problemen zur Verfügung. Zu den Leistungen der Ambulanz gehört:

  • Früh- und Differentialdiagnostik von Parkinson-Syndromen
  • Bewegungsanalyse bei Parkinson-Syndromen ( hochmodernes Bewegungslabor/ siehe dort)
  • Frühdiagnostik in Zusammenarbeit mit den Abteilungen Nuklearmedizin (FP-CIT- und IBZM-SPECT, PET ), Neuroradiologie (bildgebender Diagnostik)
  • Frühtherapie der Parkinson-Syndrome.
  • Therapieoptimierung im fortgeschrittenen Krankheitsstadium
  • Tiefenhirnstimulation bei Mb. Parkinson in Zusammenarbeit mit der Abt. der Neurochirurgie.
  • Prä/ Postoperative- Betreuung der Patienten mit Tiefenhirnstimulatoren
  • Alternative medikamentöse Parkinsontherapien (Apormorphin-Pen, Duodopa-Pumpe) Verlaufsuntersuchungen und Therapiekontrolle
  • Therapie von kognitiven und affektiven Störungen sowie exogenen Psychosen bei Patienten mit Parkinson-Syndromen
  • Therapie der Dystonie inkl. Botulinum Toxin Therapie( besser bekannt unter Botox)
  • Therapie der Spastik inkl. Botulinum Toxin Therapie( besser bekannt unter Botox) und auch mittels Baclofen- Pumpe ( in Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie)
  • Aufklärung und Information, sozialmedizinische Beratung


Bewegungsstörungen

Parkinson Krankheit (Schüttellähmung) ist vorwiegend   eine Erkrankung des höheren Lebensalters. In der Gesamtbevölkerung sind zwischen 100 und 200 pro 100 000 Personen betroffen. Bei Personen älter als 60 ist etwa einer von 100 erkrankt. Das männliche Geschlecht ist etwas häufiger betroffen. In Österreich werden derzeit 20 000 an Morbus Parkinson erkrankten Patienten vermutet.
Die Parkinson Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie betrifft bestimmte Gebiete des Gehirns (die Basalganglien), die an der Kontrolle der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegung beteiligt sind.
Die langsame Degeneration von Zellen der Substantia nigra (Schwarze Substanz) verursacht einen Mangel des Botenstoffes Dopamin im Gehirn.



Der Grund für die Degeneration dieser Nervenzellen lässt sich in der Mehrzahl der Fälle nicht nachweisen; in etwa 4% besteht eine genetische Veranlagung. Dieser Dopamin Mangel führt zu den klassischen Symptomen der Krankheit    



  • Bewegungsarmut (Akinese)
  • Muskelsteife (Rigor)
  • Zittern in Ruhe (Ruhetremor)
  • Haltungs-Instabilität (Posturale Instabilität)

Diese "Kardinalsymptome" können mit jeweils unterschiedlicher Ausprägung vorherrschend sein.
  
Nicht-Motorische Symptome
Eine meist gering ausgeprägte Depression kompliziert den Verlauf der Parkinson-Krankheit in 40% der Fälle. In wenigen Fällen wird ein deutlicher geistiger Abbau beobachtet. Im fortgeschrittenen Stadium entwickeln sich häufig so genannte vegetative Symptome durch eine Schädigung des autonomen Nervensystems (Verstopfung,häufiger Harndrang, niedriger Blutdruck im Stehen, Erektionsschwäche bei Männern).
Der Grund für die Degeneration dieser Nervenzellen lässt sich in der Mehrzahl der Fälle nicht nachweisen; in etwa 4% besteht eine genetische Veranlagung.

Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die der Parkinson Krankheit ähnlich sind:

Parkinson Syndrome werden folgendermaßen untergliedert:

1. Die Mehrzahl der Parkinson Syndrome tritt ohne erkennbare Ursache (idiopathisch) auf. Man spricht dann von der Parkinson Krankheit (Morbus Parkinson).siehe oben.
2.  20-30% der Parkinson Syndrome sind Ausdruck einer anderen "neurodegenerativen" Erkrankung.

a.  Multisystem-Atrophie (MSA)
Je nach den im Vordergrund stehenden Symptomen wird die Multi System Atrophie weiter unterteilt in zwei Krankheitsbilder:
  • C-Typ: Zerebellärer ( Kleinhirn) Typ
  •  P-Typ: Parkinson Typ            

b. Progressive Supranukleäre Blickparese (PSP) etc.

3. Bei einem geringen Teil der Parkinson Syndrome ist die Ursache bekannt. Diese werden  als symptomatische Parkinson Syndrome bezeichnet. Eine Auswahl ist im Folgenden aufgeführt.

  • Medikamentös verursachtes Parkinson Syndrom ( ZB. Neuroleptika)
  • Vaskuläres Parkinson Syndrom( durch Durchblutungsstörungen verursachtes Parkinson)
  • Normaldruck Hydrozephalus
  • Wilson Krankheit ( Kupfer Krankheit)
  • Gehirntumor
  • Post-enzephalitisches Parkinson Syndrom
  • Giftstoffe (Mangan, Kohlenmonoxid, MPTP)
  • Nach wiederholter mechanischer Gewalteinwirkung (z.B. Boxer)

Essentieller Tremor
Der Essentielle Tremor (Essentielles Zittern) ist eine häufige Erkrankung, die langsam über Jahre fortschreitet. Häufig finden sich auch betroffene Familienangehörige. Das Kind eines Betroffenen hat ein Risiko von maximal 50%, die Erkrankung zu erben, der Schweregrad kann allerdings von Generation zu Generation deutlich variieren.Das Essentielle Zittern kann den Kopf, die Stimme, oder den Arm betreffen, selten aber die Beine. Im Unterschied zum typischen asymmetrischen Zittern in Ruhe des Parkinson Patienten betrifft der Essentielle Tremor beide Hände in gleichem Maß und tritt auf, wenn die Hände vor dem Patienten ausgestreckt sind oder wenn sie bewegt werden. Stress kann das Zittern verstärken.Der Essentielle Tremor kann zu Schwierigkeiten bei den Verrichtungen des täglichen Lebens (Schreiben, Trinken, Essen, usw.) und zu sozialer Stigmatisierung führen.



Neuromuskuläre Spezialambulanz

Verantwortlicher Oberarzt: Dr. Raffi Topakian


Botoxtherapie

Spastik

Wenn es auch verschiedene Ursachen für eine Spastik, d.h. erhöhte Muskelspannung, gibt (Folge von Schlaganfall, Kopf- oder Rückenmarksverletzung, angeborene oder frühkindlich erworbene Hirnschädigungen etc.), so sind die Auswirkungen oft ähnlich: Einschränkung der Beweglichkeit des betroffenen Körperteils, Behinderung beim Anziehen und bei der Körperpflege, schmerzhafte Muskelverkrampfungen. Auch die Behandlungsmöglichkeiten sind oft ähnlich: Physiotherapie, Ergotherapie, verschiedene Arten der medikamentösaen Behandlung, orthopädische und operative Maßnahmen. Neu ist die Möglichkeit einer Behandlung mit Botulinumtoxin, einem hochwirksamen Eiweißstoff. Diese Form der Behandlung sollte vor allem bei folgenden Voraussetzungen eingesetzt werden:

  •  bei Schmerzen infolge der erhöhten Muskelspannung
  •  bei örtlich begrenzter Spastik
  •  bei unzureichender Wirksamkeit der Medikamente oder starken Nebenwirkungen
  •  bei starker Behinderung von Hygiene oder pflegerischen Maßnahmen
  •  bei drohender Fixierung der gestörten Körperhaltung (durch Kontraktur)

An diese neue Form der Behandlung mit Botulinumtoxin, welche an unserer Spastikambulanz angeboten wird, sollte daher unbedingt rechtzeitig gedacht werden, um nicht therapeutische Möglichkeiten zu versäumen.

 

Dystonie

Dystonien sind Bewegungsstörungen unterschiedlicher Ursache. Folgende Erkrankungen werden dazu gezählt: 

  • Blepharospasmus (Lidkrampf), welcher oft zu einer funktionellen Sehbehinderung führt 
  • Zervikale Dystonie (auch „Schiefhals" genannt), diese Erkrankung führt oft zu starken Schmerzen in Nacken, Hinterkopf oder Schulter-Arm-Bereich; aber auch die daraus resultierende soziale Beeinträchtigung und Stigmatisierung ist bedeutsam
  • Schreibkrampf und andere „Beschäftigungskrämpfe", welche vorwiegend bei bestimmten Tätigkeiten auftreten (Musizieren, Sport)
    Spasmodische Dysphonie („Stimmlippenkrampf"), dabei kommt es zu einer gepreßten Sprache 
  • verschiedene Formen von generalisierten Dystonien

Die Zeit, in der diese quälenden Erkrankungen als psychogen angesehen wurden, sollte endgültig vorbei sein, zumal die Behandlung mit Botulinumtoxin einen enormen Fortschritt in der Therapie dieser Erkrankungsgruppe gebracht hat.

Verantwortliche Oberärztin: Dr. Iuliana Rotaru


Multiple Sklerose

Spezialambulanz für Patienten die an multipler Sklerose erkrankt sind. Die Landesnervenklinik ist als sogenanntes MS-Zentrum von der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie anerkannt.

  • Es ist daher in dieser Ambulanz möglich auf sogenannte Intervalltherapien mit Interferonen und andere, die durchwegs chefarztpflichtig sind, eingestellt zu werden.
  • Es erfolgt die Indikationsstellung durch den Arzt, die Einschulung zur Selbstinjektion der Medikamente, wie in den meisten Fällen erforderlich, erfolgt ebenfalls im Rahmen der Ambulanz durch speziell geschulte Ambulanzschwestern.
  • Patienten können diese Selbstinjektionen so lange üben bis sie sich wirklich sicher fühlen und auch jederzeit bei Fragen Kontakt mit der Ambulanz aufnehmen.
  • Bei schweren Krankheitsverläufen werden auch Chemotherapien wie sonst an Universitätskliniken üblich, durchgeführt.
  • Behandlungen des akuten Schubes werden sowohl ambulant und nach Notwendigkeit auch stationär durchgeführt.
  • Patienten könne auch zur Einholung einer zweiten Meinung mit speziellen Fragestellungen sich jederzeit an die Ambulanz wenden.

Die Landesnervenklinik ist auch der Sitz des MS-Clubs, einer Selbsthilfeorganisation für Betroffene und deren Angehörige.

Verantwortliche Oberarzt: OA Dr. Hamid Assar


Schlaganfall

Ambulanz für Hirnkreislauferkrankungen, d.h. für Patienten die bereits eine derartige Erkrankung durchgemacht haben (z.B. Schlaganfall, Operation an der Halsschlagader etc.) und für Patienten die ein Risiko aufweisen eine derartige Erkrankung zu erleiden.

Untersuchungsablauf

Blutabnahme am nüchternen Patienten
Untersucht werden: Blutbild, Gerinnungsstatus, Leber- und Nierenparameter, Blutzuckerspiegel und die Blutfette mit einer genauen Aufspaltung in ihre Untergruppen.
Blutdruck und Pulsmessung, Erhebung der vasculären Risikofaktoren, Anamnese, eventuell klinisch-neurologische Untersuchung.
Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern und oft auch der Gefäße an der Hirnbasis.
Je nach Bedarf Weiterleitung zu anderen Diagnoseverfahren wie Computer- oder Magnetresonanztomographie des Gehirns, EEG, internistisch, kardiologische Untersuchung, ärztliches Abschlußgespräch.
Ein Arztbrief an den Zuweiser wird in jedem Falle verfaßt.

Verantwortlicher Oberarzt: Univ.-Doz. Dr. Hans-Peter Haring


Epilepsie

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, von der in Österrreich circa 65.000 Menschen betroffen sind. Man unterscheidet zwei Gruppen, die sich zum Teil in der Behandlung und Prognose unterscheiden: die generalisierte Epilepsie, wo die epileptische Aktivität primär beide Gehirnhälften betrifft (Absence, mykolonischer Anfall, generalisierter tonisch-klonischer Anfall) und die fokale Epilepsie, die von einer umschriebenen Hirnregion ausgeht (die Anfallssymptome hängen von dem betroffenen Hirnareal ab). 60 – 70 % der PatientInnen sprechen auf eine medikamentöse Therapie an und Anfallsfreiheit kann erzielt werden.


Folgende Leistungen werden an unserer Spezialambulanz angeboten:

  • Abklärung von erstmaligen Ereignissen, d.h. Entscheidung, ob ein epileptischer Anfall vorliegt oder andere Erkrankungen zugrunde liegen, mit Beratung der daraus resultierenden therapeutischen nud alltagsrelevanten Konsequenzen.
  • Betreuung von EpilepsiepatientInnen in speziellen Situationen zB Schwangerschaft.
  • Therapieführung und –kontrolle bei PatientInnen mit schwer behandelbarer Epilepsie in enger Zusammenarbeit mit SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und PsychiaterInnen.
  • Abklärung von PatientInnen, die unter medikamentöser Therapie keine Anfallsfreiheit erreichen, meist im Rahmen eines stationären Aufenthalts (Video-EEG, MRI, nuklearmedizinische und neuropsychologische Untersuchungen).
  • Bei mangelndem Anprechen der Anfälle auf eine medikamentöse Therapie Abklärung, ob eine operativ behandelbare Epilepsie vorliegt oder palliative Maßnahmen zB die Implantation eines Vagusnerv-Stimulators indiziert sind.
  • Die Möglichkeit der Teilnahme an Studien mit noch in Forschung befindlichen Medikamenten.
  • Einholung einer Zweitmeinung bei speziellen Fragestellungen.

Verantwortliche Oberärztin: Dr. Gabriele Schwarz



Schlaf

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage, welche von der österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin in Auftrag gegeben wurde, leidet etwa 18 % der Bevölkerung in Österreich an Schlafstörungen. Nur etwa ein Viertel der Betroffenen unternimmt nach eigenen Angaben etwas dagegen.
An häufigen Ursachen werden Schnarchen, nächtliche Atemaussetzer, unruhige Beine oder Alpträume angegeben.
Als besonders quälend werden Ein-  oder Durchschlafschwierigkeiten erlebt, die den weiteren Tagesverlauf  in Form von gedrückter Stimmung, Reizbarkeit, reduziertem
Antrieb, Konzentrationsverlust oder Leistungseinbußen beeinflussen.
An erster Stelle bei der Therapie von Schlafstörungen gilt es die Ursache zu erkennen.
Die Möglichkeiten reichen dann von allgemeinen schlafhygienischen Maßnahmen über therapeutische Verfahren bis hin zu medikamentöser Therapie.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist hier Aufklärung und Beratung.
Als spezielles Service bieten wir auch eine so genannte Insomniegruppe an , die sich speziell PatientInnen mit chronischen Schlafstörungen widmet.
Zur weiteren Abklärung ist häufig auch eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig, wo PatientInnen in der Regel für zwei Nächte stationär aufgenommen werden.

Verantwortlicher Oberarzt: OA Dr. Andreas Kaindlstorfer