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Hektik, Stress und Überbelastung: Körperliche Beschwerden, Depressionen und Angstzustände ofmals die FolgeVor Weihnachten war es der Weihnachtsstress, während der Weihnachtsfeiertage möglicherweise der private Stress und auch jetzt nach den Weihnachtsfeiertagen und im neuen Jahr ist unser Alltag wieder gekennzeichnet von Schlagwörtern wie Hektik, Stress und Überbelastung. Immer mehr Menschen sind dem zunehmenden Tempo innerhalb unserer westlichen Gesellschaft nicht mehr gewachsen. Die Folgen: Psychosomatische Beschwerden, die nicht selten mit unzulänglichen „Selbstbehandlungsmethoden“ bekämpft werden. Über längere Zeit gesehen kann dieser Lebensstil sogar zu Depressionen und Angstzuständen führen. „Typisch für unsere heutige Gesellschaft ist die Tatsache, dass die Menschen oftmals der Meinung sind, überall mitmachen zu müssen. Dies gilt für die Arbeit genauso wie für die Freizeit. Erholungsphasen gibt es dabei kaum noch bzw. werden sie viel zu selten genutzt. Dieser Lebensstil, der uns von allen Seiten als ‚Lifestyle’ suggeriert wird, bringt viele Menschen in krankhafte Situationen“, versucht Prim Univ.- Doz. Dr. Werner Schöny, Ärztlicher Direktor der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg diese Problematik näher zu beschreiben. Zu den ersten alarmierenden Überbelastungsreaktionen zählen psychosomatische Beschwerden. Einige Beispiele dieser körperlichen Signale sind Herzschmerzen, Herzrhythmusstörungen, diffuser Schwindel, Kopfschmerzen, Bauchbeschwerden und Verdauungsstörungen. Begleitet werden diese Symptome von allgemeiner Mattigkeit und Müdigkeit. Prim. Schöny dazu: „Nicht selten werden diese Beschwerden von den Betroffenen durch unzulängliche ‚Selbstbehandlungsmethoden’ wie beispielsweise Alkohol, schmerzstillende Medikamente und unbeaufsichtigter Einnahme von Psychopharmaka bekämpft.“ Äußere Umstände wie drohender Arbeitsplatzverlust, erhöhte Arbeitsanforderungen oder Arbeitslosigkeit verschärfen diese Situation. Beziehungskrisen, Scheidungen oder Unfälle mit langen Krankenständen können weiteres Glied in diesem Teufelskreis sein. Auch Kinder reagieren auf Überlastung – angefangen von schlechten Schulleistungen und Unkonzentriertheit über ängstliches Aufwachen bis hin zum Suchtverhalten. Univ.- Doz. Schöny über die Vorgehensweise bei erschöpfungsdepressiven Zuständen in der Linzer Nervenklinik: „Wenn wir mit den angesprochenen Syndromen konfrontiert sind, behandeln wir zunächst die akute Symptomatik. Im Anschluss kommt es selbstverständlich zu einer genauen organischen Abklärung. Hauptaufgabe ist jedoch in jedem Fall die Beratung und psychotherapeutische Begleitung der Betroffenen, wo es die eigentliche auslösende Ursache der Beschwerden zu ergründen gilt. Häufig ist ein längerer psychotherapeutischer Prozess erforderlich. Die Betroffenen selbst sind gefordert, ihren Lebensstil zu adaptieren, indem sie versuchen belastende Faktoren möglichst zu vermeiden. In vielen Fällen ist es unumgänglich, dass die Menschen ihr Umfeld weitgehend verändern.“ |
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